Fasching 2012

Einen närrischen Katapultstart legte die „Nia Gnua Comedy“ bei der Vorpremiere im St. Andräer Kultursaal hin und ließen diesen bis in seine Grundfesten erbeben.

Die Truppe um Chef Reinhard Fritzl und seinem Vize Alexander Schwab schießt scharf und massiert das Zwerchfell des erlauchten närrischen Publikums bestens. Sowohl musikalisch, als auch textlich wird niemand verschont. Besonders die Politik auf Landes- und Bundesebene, aber auch darüber hinaus, bekommt ihr Fett ab. St. Andrä zeichnet sich wieder durch eine äußerst gelungene Symbiose von Musik, Wort und Witz aus. Im Vordergrund stehen die musikalisch-gesanglichen Blödeleien, für die man in Sankt Andrä, ja schon immer ein gutes Händchen hatte. Auch das Drumherum stimmte bestens. Angefangen vom „europareifen“ Bühnenbild, bis hin zu Perfektion in Licht und Ton,  ließ man keine Wünsche offen. Sehr viel zum Gelingen des Auftaktes steuerten auch die Mädchen vom „Dancepoint“ – Wolfsberg bei, welche nicht nur rhythmisch, sondern auch optisch begeisterten. Auch die Musik der „3 Kärntner“ (sie sind heuer neu in Sankt Andrä) kam bestens an. Mit Philipp Jörl stieg wieder ein Neuling auf die Bretter, der das Zeug zur närrischen Laufbahn in sich hat.

Star des Abends war ein glänzend disponierter, närrisch wiedererstandener,  Alexander Schwab, welcher markant unterstrich, dass die Bretter der Bühne, seine Welt sind. Ebenfalls wieder im Programm Christoph Murke. Ein Stimmakrobat mit Hang zur Komödiantik, aber auch zum Tiefsinnigen. Sensationell die Schlussnummer „Open Plärr“, erstmals eine Gerold Kaplaner Produktion, welche zu großen Hoffnungen für die närrische Zukunft der „Nia Gnua Comedy“ Anlass gibt.
Text und Bilder 2012: Josef Emhofer